Mir geht es gut! Ein Satz der allen Sicherheit gibt, vielleicht auch dir selbst.

Geht es dir immer gut, auch dann wenn Chaos herrscht?

Dazu möchte ich dir heute etwas erzählen. In meiner Arbeit mit starken, erfolgreichen Frauen begegnet mir dieser eine Satz immer wieder. “Mir geht es gut! Also, ich weiss jetzt eigentlich gar nicht, was ich hier mache.” Und doch sitzen sie in meiner Praxis. Angespannt, aufgerichtet, jederzeit bereit aufzustehen und loszulaufen. Selbst wenn sie nicht wissen weshalb, sie wollen etwas verändern. Weil sich etwas verändern MUSS.

Dieses “Es geht mir gut!” trägt viele Gesichter: Um mich, musst du dir keine Sorgen machen! Ich habe alles im Griff! Du kannst dich entspannen, ich bin da! Frag nicht, sonst muss ich meine Schutzprogramme loslassen! Jemand muss stabil bleiben! Ich trage Verantwortung! Du würdest mich sowieso nicht verstehen! Ich bin dafür zuständig alles auszugleichen, was nicht in Ordung ist! Ich sehe und verstehe alles und alle – meine Probleme sind im Vergleich nicht relevant!

“Es ist eine Stärke in Krisenzeiten mental präsent und stabil zu sein, doch es braucht die stillen Momente danach, die dir erlauben alles was du getragen, (aus-)gehalten und geschafft hast wieder loszulassen.”

Die Tränen fliessen sobald wir aus dem Kopf ins Gefühl wechseln und die Frauen spüren wieviel sie eigentlich tragen. Sie tragen viel, sehr, sehr viel! Leid von Menschen in ihrem Umfeld, Sorgen, Ängste. Sie geben Stabilität, wo eigentlich keine Stabilität möglich ist, sie sind wach IN JEDEM MOMENT, um aufzufangen, was Menschen im Team, ein Projekt, die eigenen Kinder, Eltern oder Freund:innen aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Sie hören zu. Sie übernehmen Führung, wenn niemand mehr weiter weiss. Für jeden Konflikt stehen sie gerade. Und sie machen ihrem Umfeld das grosse Geschenke, dass es ihnen IMMER GUT geht. Denn das vermittelt Sicherheit: wenn sie da ist, ist alles gut!

Was hinter der Fassade liegt:

  • Eigentlich ist sie total erschöpft, dieses ewige Gut-Sein kostet viel Kraft und irgendwann sagt der Körper: ich kann nicht mehr!

  • In ihr brodelt eine Wut, die sie bald nicht mehr kontrollieren kann. Doch sie weiss nicht woher die Wut kommt.

  • Irgendwann fühlt sich das Leben nicht mehr richtig an, es kommt ein Ekel auf den anderen oder auch sich selbst gegenüber.

Der Körper fühlt mit. Immer. Alles was wir für andere unbewusst oder bewusst übernehmen wird in unserem Körper abgespeichert. Dieser Speicher füllt sich mehr und mehr. Je länger, du dich selbst immer zuhinterst anstellst (weil du denkst, dass du nichts brauchst) desto voller wird dein Körper mit Informationen, Energien, Verantwortung, die nicht deine sind. Daher kommt die Wut und später der Ekel – dein Raum, deine Energie, dein Leben ist besetzt von den Bedürfnissen und Befindlichkeiten der Welt da draussen. Am Ende bleibt für dich in deinem Körper keinen Platz mehr. Irgendwann geht es dir nicht mehr gut. Irgendwann verlierst du die Lust zu Leben, dein inneres Feuer erlischt und alles verliert seinen Sinn. Soweit muss es nicht kommen!

Ein Perspektivenwechsel:

  • Erlaube dir zu fühlen und anzunehmen, dass vielleicht nicht alles gut ist. Das ist keine Schande, das ist normal!

  • Es kann dir gut gehen und du kannst überfordert sein – gleichzeitig. Es ist kein Jammern, wenn du dir selbst Raum gibst. Denn dort in diesem inneren Raum liegt deine wahre Ermächtigung.

  • Erlaube dir einen sicheren Raum zu erschaffen, Unterstützung zu holen, damit du deinem tiefen Schmerz begegnen kannst. Die wahre Freiheit liegt nicht im unterdrücken und ausblenden, sondern im annehmen und loslassen. Dahinter bist du frei ENDLICH ganz dich selbst zu sein.

  • Rede darüber mit anderen Frauen, es geht ihnen genauso! Wir alle jonglieren unseren Führungsalltag zwischen Stärke und persönlichen Bedürfnissen. Stärke allein macht uns erfolgreich – bis wir umfallen. Das Bewusstsein für die vermeintlichen Schwächen lässt uns im Auge des Sturmes stehen – gesund.

Dafür haben wir TARU geschaffen. Wir wollen eine Community bilden, in welcher sich Frauen gegenseitig stärken. In ihrem leistungsstarken, glänzenden Ausdruck, in ihrem Erfolg genauso wie in ihren Zweifeln, der Erschöpfung und der vermeintlichen Momente der Schwäche. Denn genau dort liegt die wahre Kraft verborgen, deine Tiefe, deine Erfahrung, dein unerschütterlicher Kern.

“Der erste Schritt zurück zu dir braucht Mut, denn du wirst dein Leben hinterfragen. Bereits beim zweiten Schritt wirst du die Freiheit spüren, welche du so sehr vermisst hast!”

Wir sind nicht hier, um die lächelnden, allzeitebereiten Heldinnen zu sein. Wir sind hier, um unser inneres Feuer wieder anzuzünden. Ich spreche aus Erfahrung und ich sehe es in meiner Praxis. Wir alle haben eine Geschichte und aus unterschiedlichen Gründen damit begonnen, alles wahrzunehmen bevor es überhaupt im Raum steht. Wenn ich ehrlich bin steckt dahinter ein absolut brillantes Sicherheitssystem, das uns selbst glauben lässt, dass wir alles im Griff und irgendwie unter Kontrolle haben. Die Wahrheit ist, dass die Sache mit der Sicherheit und der Kontrolle bald nicht mehr greifen wird und ich glaube, du spürst das auch. Es braucht Vertrauen und ein klares Verständnis für uns selbst, um in dieser Zeit sicher zu navigieren. Der Schlüssel dazu liegt nicht mehr in unserem auf Hochleistung getrimmten Verstand sondern im bewussten Umgang mit unseren Emotionen.

Emotionen als Kompass für deine innere Führung

Emotionen sind kein Hindernis, nichts was du wegdrücken musst. Unsere Emotionen erzählen uns alles, was wir über uns selbst wissen müssen, um stabil, gesund und frei zu sein. Selbst dann, wenn die Welt aus den Fugen gerät. Wir gehen davon aus, dass es in der Führung einen Paradigmenwechsel braucht: von mentaler Intelligenz zu emotionaler Intelligenz. Damit meinen wir nicht, dass du noch mehr fühlen und spüren sollst, was es in deinem Umfeld braucht. Es geht vielmehr darum zu verstehen, wie Emotionen funktionieren, wie deine innere Landkarte aussieht und wie du daraus eine Kraft ziehen kannst, die du bisher noch nicht kennst. Nicole Jost, ist Freiheitsarchitektin, sie kennt die Welt der Emotionen und weiss genau, wie du sie als Kompass für dich persönlich und in deinem Führungsalltag nutzen kannst. Sie lädt dich ein zu unserem dreiteiligen Online-Workshop: Zurück zu dir – Emotionen als Kompass für deine innere Führung.

Was du jetzt gleich tun kannst:

  • nimm dir einen Moment und spüre deinen Körper. Wie geht es ihm jetzt gerade? Nimm wahr, doch verändere nichts. Du darfst einfach beobachten, die Veränderung geschieht von selbst. Deine Aufmerksamkeit ist bereits ein wertvoller Schlüssel.

  • richte dich darauf aus, was dein Körper für andere trägt. Er kann es dir “zeigen”, du wirst es spüren. Dann erlaube ihm, ganz einfach mit einem Gedanken, alles loszulassen, was du für andere trägst. Beobachte, was sich verändert.

  • setze dich selbst und dein Wohlbefinden JETZT auf deiner Prioritätenliste auf die Nummer 1. Du bist die wichtigste Person in deinem Leben! Und es darf dir gut gehen. Auch hinter der Fassade.

“Erlaube dir, aus Überverantwortung und Leistungsdruck wieder zu dir zurück zu finden. Denn du bist wertvoll und dein inneres Feuer das grösste Geschenk für diese Welt.”

Wenn diese Zeilen etwas in dir bewegen und du dich fragst, wo du unter deinem “Mir geht es gut” deinen wahren inneren Kompass wiederfinden kannst, dann melde dich gerne für ein unverbindliches Kennenlerngespräch. Wir finden gemeinsam heraus, was dein erster Schritt sein könnte. Hier kannst du deinen Termin buchen.

Mit viel Liebe und Wertschätzung, 

Tina Maria

Mentorin und Co-Präsidentin
TARU Holistic Wellbeing

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Kannst du dir erlauben eine Pause zu machen, wenn dein Körper danach ruft?